was ist ein Edelmetall ? Goldlegierungen Vergoldung,
Rhodinierung,
Ruthinierung
Edelstahl Damaszenerstahl Feingehaltsnachweis
und
Gutachten
Emaille und Niello Gravuren




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Edelmetall


Es gibt nur wenige Metalle, die keine Verbindung mit Sauerstoff eingehen, die also nicht oxidieren.
Diese Metalle gelten als "Edelmetalle".

Diese sind:


Gold,
Silber,
Platin,
sowie alle Platin-Nebenmetalle wie: Rhodium, Palladium, Iridium, Osmium und Ruthenium.

Alle Edelmetalle können gelötet werden.
Das heißt, dass sie mit einem Metall verbunden werden, welches einen gleich hohen Edelmetallgehalt hat wie sie selbst,
jedoch durch Zustätze einen niedrigeren Schmelzpunkt. Hierfür muss das ganze Schmuckstück erhitzt werden, damit das Lot
sich an der Oberfläche der sog. Fuge anlegiert.
Dies geht bei Unedelmetallen nicht.
Wenn Sie etwas mit Zinnlot löten (im Schmuckbereich absolut verboten!!!),
ist es nicht miteinander verschmolzen, sondern das Zinnlot klebt
lediglich an dem anderen Metall.

Rhodium wird wegen seiner weißen Farbe und der Fähigkeit, kaum chemische Verbindungen
einzugehen, überwiegend zur Oberflächenveredelung verwendet.
Dies wird galvanisch durchgeführt und als "rhodinieren" bezeichnet.

Auch Ruthenium wird zur galvanischen Verredelung genutzt. Es hat eine anthrazith schwarze Farbe und eine höhere Härte als Rhodium und bietet so einen guten Schutz gegen Anlaufen und Verkratzen.

Silber ist das einzige Edelmetall, das "anläuft", was der Laie oft für eine Oxidation hält.
Doch wie wir nun wissen, handelt es sich bei Silber auch um ein Edelmetall, das sich demnach
nicht mit Sauerstoff verbindet.
Dies ist auch nicht der Fall, sondern es "sulfidiert", das heißt, es verbindet sich mit dem
Schwefelgehalt der Luft.
Dies kann man beobachten, wenn man seinen Silberschmuck einige Stunden in der Nähe eines
Kohlekraftwerkes nieder legt, wobei man zwar beim Anlaufen zusehen kann, dies wegen der
"gesunden" Luft jedoch vermeiden sollte.
Um dieses Anlaufen zu vermeiden, wird auch Silberschmuck rhodiniert.

Andererseits wird diese Eigenschaft des Silbers aber auch genutzt, um es zu "schwärzen".
Mit einer schwefelhaltigen Lösung wird das Anlaufen des Silbers beschleunigt und es bekommt so
eine eisenähnliche schwarze Farbe.




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Legierungen


Es gibt sehr viele Legierungen unter den Edelmetallen.
Daher sollen hier nur die gängigsten aufgeführt sein:

Silber:

Das sogenannte "Sterling-Silber" ist eine Silber-Kupfer-Legierung,
die aus 925 Teilen Silber und 75 Teilen Kupfer besteht.

Silberlote werden mit Kupfer und Zink gemischt.
Da Zink jedoch Allergien hervorrufen kann, stellen wir auf Wunsch Piercing-Schmuck
ohne Lötfugen her, so dass darin kein Zink enthalten ist.

Da wir neuerdings mit einem Lasertechniker zusammen arbeiten, werden Schmuckstücke für den Intimbereich lasergeschweisst.
Das heisst, dass das Metall ohne Lot verbunden werden kann.

Das gleiche bieten wir natürlich auch bei Piercings in Gold oder Platin.

Die gängigsten Goldlegierungen sind:

750 er Gelb- oder Weißgold, auch als 18 karätiges Gold bezeichnet.
Die Legierung besteht aus 750 Teilen Feingold,
125 Teilen Feinsilber und 125 Teilen Feinkupfer.

585 er Gelb- oder Weißgold, auch als 14 karätiges Gold bezeichnet.
Die Legierung besteht aus 585 Teilen Feingold,
208 Teilen Feinsilber und 207 Teilen Feinkupfer.

333 er Gelb- oder Weißgold, auch als 8 karätiges Gold bezeichnet.
Die Legierung besteht aus 333 Teilen Feingold,
334 Teilen Feinsilber und 333 Teilen Feinkupfer.

Somit ergibt die erste Zahl den Anteil des Feingehaltes im Verhältnis zu Tausend Teilen.

Die Silber und Kupferanteile der Legierungen variieren jedoch, um die Goldfarbe zu beeinflussen.

Oft werden auch Unedelmetalle zugesetzt, um die Legierung weicher und geschmeidiger zu machen,
damit der Goldschmied das Metall besser verarbeiten kann.
Da wir unsere Legierungen selber machen oder in enger Absprache mit unseren Zulieferfirmen, können wir die Zusatzmetalle in unseren Goldlegierungen selbst bestimmen.

Platin kann heute unlegiert, also in seinem reinen Feingehlatszustand verarbeitet werden.
Bis um 1800 legierte man Platin sogar mit Arsen, um seinen Schmelzpunkt herab zu senken,
der immerhin bei 1774 Grad Celsius liegt.
Dank der heutigen Knallgasgebläse braucht man keine solch giftigen Zusätze mehr
und der Goldschmied kann atmen während des lötens.


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Galvanische Beschichtungen


Wie bei den Edelmetallen schon angesprochen, können Schmuckstücke mit einer Schicht galvanisch überzogen werden.

Im Schmuckbereich wird somit:
vergoldet, also eine Goldschicht über das Schmuckstück gelegt (Farbe:gold),
rhodiniert, also eine Rhodiumschicht auf das Schmuckstück gelegt (Farbe:weiss),
ruthiniert, also eine Rutheniumschicht aufgetragen (Farbe:antrazith)
oder es wird versilbert (Farbe:silber).

Da es sich um eine Beschichtung handelt, hält diese nicht ewig und je höher die mechanische Beanspruchung, desto eher geht die Beschichtung ab.
Am schnellsten geschieht dies bei Ringen an der Handinnenseite, da mit jedem Türgriff oder Schlüssel das Metall am Ring reibt und somit die Beschichtung abnutzt.

Der Schmuck kann wieder aufbereitet werden, doch um eine saubere und gleichmäßige Beschichtung zu erlangen, muss die alte Schicht erst abgetragen werden, bevor man die neue Schicht auftragen kann.
Dies ist also mit etwas Aufwand verbunden und kann daher nicht ohne Kostenaufwand durchgeführt werden.
Hinzu kommt natürlich der Materialverbrauch des jeweiligen Edelmetalls, welches aufgetragen wird.

Sehr oft fragen Kunden nach schwarzem Metall, weil sie eine beschichtetes Schmuckstück gesehen haben.
Wir weisen stets darauf hin, dass es kein durchgehend schwarzes Schmuckmetall gibt und somit immer mit besagtem Abrieb gerechnet werden muss.


Es gibt eine sehr harte Keramikart, die mittlerweile im Schmuckbereich sehr beliebt ist. Dies ist ein in der Tat durchgehend schwarzes Material. Diese Keramik ist ausserordentlich kratzfest. Allerdings - wenn das gute Stück auf einen harten Untergrund fällt - ist es kaputt und kann im besten Fall geklebt werden.

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Edelstahl


Edelstahl verdankt seinen Namenszusatz lediglich der Eigenschaft,
dass gewisse Chrom-Nickel-Eisen Legierungen nicht oxidieren.

Da Chrom jedoch die Oxidation erst nach einem gewissen Gehalt verhindert,
sind in der Regel 12 bis 17 % Chrom in einer Eisenlegierung enthalten.
Weitere 8 bis 9 % Nickel und ggf. Titan werden der Legierung zugesetzt.

Da Edelstahl aus der Werkzeug und Maschinenindustrie stammt, wird es nach bestimmten Nummern,
dem sogenannten "Stahlschlüssel" nach seinen Legierungen eingestuft.

Edelstahl ist sehr zäh in der Verarbeitung und je nach "Schlüssel" kann er weder gewalzt,
noch geschmiedet werden, wie Edelmetalle.

So wird Edelstahl wie Titan meist gedreht und gefräst.

Stahl und Titan können nur also nur maschinell geformt werden.
Ebenso kann man diese Metalle nicht löten, sondern man muss sie schweißen.
Das heißt, dass ein Edelstahl- oder Titandraht mit hoher Hitze an den Ansatzstellen eingeschmolzen wird.
Dank Lasertechnik kann heute auch punktuell geschweißt werden, so dass wir immer mehr Möglichkeiten für die Schmuckherstellung haben.

Weder Edelstahl noch Titan sind Edelmetalle.

Der reine Materialwert ist bei Schmuck aus diesen Metallen stets fast 0.
Stahl oder Titan in Zahlung zu geben ist daher nicht möglich.
Reparaturen oder Umarbeitungen sind nur bedingt möglich.


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Damaszenerstahl


Damaszener Stahl oder Damast verdankt seinen Namen der Hauptstadt Syriens,
in der Damaszenerstahl chemisch aus einem Stahl - Eisen Gemisch entwickelt wurde.
Damaskus war Lieferant von Schwertern, Läufen für Schusswaffen, Schilden und Rüstungen.

Später ahmten die Merowinger die Optik des Damaszenerstahl nach und entwickelten so die Falttechnik,
bei der der Stahl immer wieder geschmiedet und gefaltet wird, ähnlich wie ein Blätterteig.
Durch die Kohlenstoffanreicherungen zwischen den geschmiedeten Lagen entsteht so die Maserung.

Diese herkömmlichen Arten der Damaszenerstahlherstellung bringen einen sauharten Stahl hervor.
Noch härter als "Kuppstahl" ...
Heute wird die Optik des Damaszenerstahls auch durch Sinthern erlangt,
welches einen relativ weichen und somit gut zu verarbeitenden Damaszenerstahl hervorbringt.
So können auch Schmuckstücke angefertigt werden.

Um einen Fingerring aus Damszenerstahl in guter Qualität anzufertigen,
wird ein Stab aus mehreren Lagen Stahl gefertigt.
Aus diesem Stahl wird dann mit Spezialwerkzeugen, die der Härte des geschmiedeten Damaszenerstahls
entgegnen können, der Ring gedreht.
Wenn man sich die Arbeitsschritte und die aufwendige Herstellung allein des Rohmaterials vor Augen hält wird einem bewusst,
dass es "kostengünsigen" Schmuck aus qualitativ hochwertigem Damaszenerstahl nicht wirklich geben kann.

Die Maserung der Damaszenerstähle ist nur bedingt steuerbar.
Grundsätzlich können bei der Materialherstellung verschiedene Grundstrukturen erzielt werden,
welche dann Namen haben wie "Torsion" oder "Augendamast" bzw. "Blue Wine".


Auch hier ist der reine Materialwert - wie bei Edelstahl und Titan + - 0.
Doch die aufwendige Herstellung und Bearbeitung dieses Stahls machen ihn zu etwas besonderem und Damaszenerstahl sieht ausserordentlich gut aus.
Hier die technischen Daten des Damaszenerstahls, welcher bei uns weiterverarbeitet wird:
60 Lagen in Pulvermetallurgischem Verfahren hergestellter rwl und 12c27 Stahl (grobe Struktur) und 160 Lagen in Pulvermetallurgischem Verfahren hergestellter rwl und 12c27 Stahl (feine Struktur).

Die Maserung des Damaszenerstahls wird erst durch ein Säurebad sichtbar.
Generell rostet der für den Schmuck eingesetzte Damaszenerstahl nicht.
Doch bei einigen wenigen Menschen reagiert der Stahl auf deren Körperflüssigkeiten.
Dies kann eingedämmt werden, indem man z.B. die Hände fettet und diese nicht übermäßig oft wäscht.

Hier noch die nostalgische Variante zur Damastherstellung, für die Romantiker unter Ihnen:
Natürlich steht da ein Schmied - groß, muskolös, kaputtes verdrecktes Muskelshirt, zerfetzte Jeans, Bikerstiefel, braungebrannte Haut, Adlertatoo auf dem Oberarm, völlig schweißgebadet, nach männlichen Hormonen nur so duftend, zwischen Esse und Amboss - und schwingt, kraftvoll den Hammer in seiner Pranke haltend, seinen kraftstrotzenden Arm und schlägt voller Wucht Schlag um Schlag das massivschwere Eisenhammerteil auf den glühenden Stahl.
Immer und immer wieder im Wettstreit mit dem Stahl, unermüdlich, bis dieser nachgibt ... der Stahl.
Und die Funken fliegen und die vom Schweiß hochglanz polierten Adern springen, prall mit Blut geflutet im flackernden Licht des glühenden Ofens zwischen Bi und Trizeps umher...
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schmieden sie noch heute.
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Stempelgesetz


Die Stempelung der Edelmetalle ist gesetzlich festgelegt.

Da der Goldschmied bei Fertigstellung seiner Schmuckstücke den Feingehaltsstempel selber
einsetzt, soll dieses Gesetzt verhindern, dass nicht falsche Feingehalte an Legierungen
angebracht werden.

Ist der tatsächliche Feingehalt höher als die Punzierung, d.h.die Stempelung,
so kann der Gold- und Silberschmied natürlich nicht dafür bestraft werden.
Er straft sich schließlich schon selber, wenn er mehr Edelmetall zu verschenken hat,
als er sich bezahlen lässt.

Das Gesetz über die Stempelung von Gold und Silberwaren besagt jedoch, dass Schmuck in allen
Legierungen angeboten werden darf, die Stempelung jedoch zehn Tausendteile an
Fehlertolleranz nicht unterschreiten darf.

Wer sich nicht daran hält, darf dafür in den "Bau" gehen.

Weiterhin ist speziell bei Ketten und beweglichen Verbindungen zu beachten,
dass die Stempelung an nicht trennbaren Teilen anzusetzen ist.
Das könnte z.B. bedeuten, dass Sie eine Panzerkette kaufen,
an dessen Verschluss ein 750 er Goldstempel ist.
Ist die Öse, die den Verschluss, das Stempelplättchen und die Kette verbindet jedoch nicht
zugelötet, ist nicht unbedingt gesagt, dass die Kette aus besagter Legierung bestehen muss.
Die Kette könnte somit alles sein, nur das Stempelplättchen kann aus 750 er Gold sein.
Wären alle Verbindungsteile geschlossen,
so darf die Kette auf gar keinen Fall aus einer anderen Legierung bestehen, als aus der angegebenen.

Leider kamen schon so einige "Schlaumeier" auf die Idee, den Leuten so das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Neben der Punzierung für die jeweilige Legierung sind Firmen angehalten, ihr eindeutiges Firmenzeichen zu stempeln.
Dies kann der Name der jeweiligen Firma sein, wie es bei uns der Fall ist, oder es kann das beim DPMA eingetragene Firmenzeichen sein.
Dieser Stempel garantiert dem Kunden nochmals die Echtheit, da er so nachvollziehen kann, wer der Hersteller des Schmuckstücks ist.

Grundsätzlich ist auch die Rechnung des Herstellers eine Erklärung und somit eine Garantie für die Echtheit der gelieferten Schmuckstücke.

Bei Diamanten und Edelsteinen hingegen werden gerne Zertifikate mitgeliefert.
Diese dürfen nur von den Kammern oder Diamantsyndikaten zugelassenen Gutachtern erstellt werden, welche die Qualifikation und die technischen Voraussetzungen zur Prüfung der jeweiligen Edelsteine haben.
Solche Gutachten sind sehr kostspielig und werden nur für sehr hochpreisige Edelsteine erstellt.

Bei dem Kauf von Edelsteinen im "normalen" preislichen Rahmen, ist die Rechnung des Goldschmieds - wie auch für den Schmuck - eine Garantie für die Echtheit der Edelsteine.
Juweliere, welche Gutachten ausstellen, sollten die oben genannte Qualifikation und die Zulassung einer Kammer oder eines Syndikats vorweisen können. Ansonsten ist deren Gutachten wertlos.
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Emaille, Kaltemaille und Niello


Der Begriff "Emaille" bezieht sich auf eine Technik, in der schmelzflüssiges Glas auf Metall vereint wird.
Es ist eine Sondertechnik des Goldschmiedehandwerks, bei dem verschieden farbiges Glas mit Metall unter hohen Temperaturen verbunden wird.

Das Niello ist dem Emaille ähnlich, wobei hier eine schwarze Silber-Kupfer-Blei-Schwefel Mischung ins Grundmetall eingeschmolzen werden.
Dank moderner Chemie gibt es Ersatzprodukte, die dem Goldschmied die Gesundheit erhalten und den "Hexenmix" erübrigen.
Das Endprodukt steht jedoch den uralten Techniken in nichts nach.
Im Gegenteil. Das neue Produkt ist etwas flexibel, so dass es nicht so leicht bricht wie Niello oder Glasemaille.
Ein Grundproblem bleibt jedoch bei beiden Varianten bestehen:
wenn Sie mit der Emaillierten Fläche irgendwo gegen stoßen, bekommt diese Macken ab.
Mit der Zeit und je nach Beanspruchung, kann das Email auch ganz zerspringen und die Einlage muss komplett erneuert werden.
Daher können wir für die Dauer der Einlage nur bedingt garantieren.
Die Erneuerung nehmen wir gerne für Sie vor, müssen Ihnen diese jedoch ab dem zweiten Mal in Rechnung stellen.
Die Kosten hierfür sind jeweils abhängig vom jeweiligen Aufwand.

Ergo:
Wenn Sie Ihren emaillierten Ring nur selten stark beanspruchen, weil Sie ihn vielleicht nur zu besonderen Anlässen tragen, so ist Niello oder Emaille zu empfehlen.
Tragen Sie Ihren Ring jedoch täglich und haben zudem einen Beruf, der Ihre Hände stark in Anspruch nimmt, wäre ein Nielloüberzug zu überdenken.
Alternativ bieten wir das geschwärzte Silber im Tiefrelief, welches stets problemlos nachgeschwärzt werden kann.

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Gravuren


Gravuren sind Einschnitte in die Metalloberfläche.
Der Beruf des Graveurs ist ein eigenständiger Beruf. Es gibt den Edelsteingraveur, der entweder figurativ arbeitet, oder Reliefe graviert und es gibt den Metallgraveur, der zum Beispiel Eheringe graviert, aber auch Reliefe in Metalle schneidet.

Früher wurden Gravuren von Hand gemacht, mit einem sog. Gravierstichel.

Hier sehen Sie Beispiele für Gravuren, welche von Hand mit besagtem Stichel ins Metall eingeschnitten wurden.

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Die Schnittflächen gehen schräg ins Metall und sind glänzend.

Noch heute bieten wir Handgravuren an, die Lieferzeiten sind lange, da es kaum noch Graveure gibt, die das Jahrhunderte alte Handwerk gelernt haben und noch heute ausüben.




Die Handgravur wurde schon vor Jahren durch Maschinengravur ersetzt.
Mit einem sog. Pantographen werden Buchstaben nach Schablonen mit einem Diamantschneidekopf auf das zu gravierende Schmuckstück nachgezogen.
Neuere Graviermaschinen sind Computergesteuert und gravieren mit einem Diamantfräskopf.
Für gute Gravuren benötigt man Vektorgrafiken, welche meist vom Graveur anhand einer "normalen" Bildvorlage wie jpg oder bmp erstellt werden.


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Die allerneuste Graviermethode ist das Lasern.
Hier wird anhand eines Laserstrahls das Material aus der Oberfläche des Schmuckstücks heraus gebrannt.
Natürlich gibt es hier keinerlei Handarbeit mehr, ausser dem Einspannen des zu gravierenden Schmuckstücks.

Um eine gute Lasergravur zu erzielen, benötigt man gute Grafik Vorlagen, welche in spezielle Dateiformate eigens für den Laser umgewandelt werden müssen.
Ebenso das exakte Positionieren des Lasers ist Arbeit.
Und ein Laser hat hohe Anschaffungskosten.
Somit liegen Lasergravuren preislich am höchsten, bieten jedoch die Möglichkeit, Schriften bis unter 1 mm Größe zu gravieren.
So können ganze Romane auf einen einzigen Ring geschrieben werden.


Mit der Lasergravurtechnik kann man auch leichte Reliefgravuren anfertigen.
Dies enspricht in etwa einer schwarz-weiss Gravur, wobei hier die Gravur tiefer geht.
Die Reliefgravur hat zum Vorteil, dass die eingelaserten Punkte tief genug sind, sich nicht so schnell abzureiben.
Eine reine Photogravur ist meist sehr zart, dünn und nur an der Oberfläche, so dass man schon mit einem groben Schwamm die Gravur zerstören könnte.


Bei dieser Gravur ist eine gute Vorlage mindestens genau so wichtig für das Gelingen, wie bei den übrigen Lasergravuren.
Auf Wunsch erarbeiten wir natürlich auch die notwendigen Grafiken für Ihre Gravuren.


Eine weitere Möglichkeit ist die CNCGravur.
Hier wird bereits in der Konstruktion des Schmuckstückes die Gravur eingearbeitet.
Diese Methode bietet sich jedoch nur bei großen breiten Schriften an.


Auch bei der CNC Gravur benötigt man eine gute Grafik Vorlage, welche wieder in spezielle Dateiformate umgewandelt werden muss.


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